Goldman Sachs hat Tibor Kossa, 49, in seinem jüngsten zweijährigen Partnerjahrgang von 109 Bankern zum Partner ernannt – er ist der einzige Deutschland-basierte Manager, der in diesem Zyklus befördert wurde. Kossa, der 2018 von der Credit Suisse kam, leitet seit Mai 2024 als Co-Head das Investment Banking für Deutschland und Österreich.
Wichtigste Erkenntnisse
- Tibor Kossa, 49, zum Goldman-Sachs-Partner befördert – einziger Deutschland-basierter Banker im Jahrgang von 109.
- Seit Mai 2024 Co-Head Investment Banking für Deutschland und Österreich; Einstieg 2018 von der Credit Suisse.
- Beratung bei Leuchtturm-Deals: Deutsche-Bahn/Schenker-Verkauf an DSV; Praxair/Linde-Fusion.
- Beförderung signalisiert strategisches Bekenntnis von Goldman Sachs zur DACH-M&A-Franchise.
- Nächster Partnerzyklus Ende 2026; H2-2024-League-Tables im deutschen M&A als Gradmesser beobachten.
Executive Intelligence Brief
Details zur Beförderung und Karrierepfad
Die Ernennung wurde von Chief Executive Officer David Solomon und Chief Operating Officer John Waldron bekannt gegeben. Kossas Aufstieg verlief rasant: Er stieg 2018 bei Goldman Sachs ein, zunächst als Co-Head Mergers & Acquisitions für Deutschland, bevor er im Mai 2024 die breitere Co-Führung des Investment Bankings für die DACH-Region übernahm.
Kossa ist der einzige am Standort Deutschland ansässige Banker unter den 109 neuen Partnern weltweit – ein Indikator für das strategische Gewicht, das das Haus seinem Frankfurter Standort beimisst. Der Partnerstatus bei Goldman Sachs bringt erhebliches Vergütungspotenzial mit sich, darunter den Zugang zum Partnerschafts-Gewinnpool, und signalisiert eine langfristige Führungsperspektive.
Schlüsselmandate und Marktposition
Kossa war Lead-Advisor bei mehreren der bedeutendsten grenzüberschreitenden Transaktionen deutscher Konzerne der vergangenen Jahre. Er beriet die Deutsche Bahn beim Verkauf ihrer Logistiktochter Schenker an den dänischen Konkurrenten DSV – ein Deal, der die europäische Speditionslandschaft neu ordnete.
Zudem begleitete er den US-Industriegasekonzern Praxair bei der Fusion mit dem Münchner Unternehmen Linde, wodurch der weltweit größte Industriegasekonzern entstand. Diese Mandate belegen die tief verankerte Position von Goldman Sachs bei der Beratung von DAX-Schwergewichten bei transformativen M&A-Transaktionen.
Strategischer Kontext für Goldman Sachs in der DACH-Region
Die Beförderung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Goldman Sachs seinen Marktanteil im deutschsprachigen Europa verteidigen und ausbauen will – einer Region, in der heimische Wettbewerber wie die Deutsche Bank und internationale Rivalen wie JPMorgan und Morgan Stanley um Lead-Advisory-Mandate bei großen Unternehmensrestrukturierungen und Cross-Border-Deals ringen.
Kossas doppelte Expertise in M&A-Execution und Coverage-Führung prädestiniert ihn, sowohl Produktspezialisierung als auch Kundenbeziehungsmanagement in den die deutsche Deal-Pipeline dominierenden Sektoren Industrie, Chemie und Logistik voranzutreiben.
Ausblick und Beobachtungspunkte
Marktteilnehmer werden die League-Table-Platzierung von Goldman Sachs im deutschen M&A-Advisory für das zweite Halbjahr 2024 als frühen Indikator für die Wirksamkeit der neuen Führungsstruktur verfolgen. Der nächste zweijährige Partnerzyklus wird für Ende 2026 erwartet und wird zeigen, ob das Haus seine Partnerbank in Frankfurt weiter ausbaut.
Etwaige organisatorische Anpassungen im DACH-Coverage-Modell – einschließlich potenzieller Verstärkungen in den M&A- oder Finanzierungsteams, die an Kossa berichten – werden die Ressourcenallokationsprioritäten der Bank für die Region signalisieren.
