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CFTC genehmigt Aktien-Perpetual-Futures – Wall Street klagt gegen Zuständigkeit

CFTC genehmigt Aktien-Perpetual-Futures – Wall Street klagt gegen Zuständigkeit
Crypto — Sharafi Nachrichten

Die Commodity Futures Trading Commission hat Perpetual-Futures-Kontrakte auf Einzelaktien für den Handel an US-Börsen genehmigt, die sowohl bei der CFTC als auch bei der Securities and Exchange Commission registriert sind. Damit wird ein Derivateprodukt, das durch Kryptowährungsmärkte populär wurde, unter Regulation 40.3 in den traditionellen Aktienhandel überführt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • CFTC genehmigte Aktien-Perpetual-Futures unter Regulation 40.3 für dual registrierte Börsen
  • Coinbase, Kalshi, Bitnomial und OG.com reichten im September Anträge für Aktien-Perpetual-Futures ein
  • Capital Markets Alliance (Cboe, Citadel Securities, Healthy Markets) klagte am Dienstag gegen CFTC-Zuständigkeit
  • CME-Group-Klage aus Juni argumentiert, Perpetual-Futures müssten als Swaps, nicht als Futures reguliert werden
  • Kein Startzeitplan oder konkrete Basiswerte bekannt; SEC hat sich noch nicht öffentlich geäußert
INTELLIGENCE

Executive Intelligence Brief

Was geschah: The CFTC approved equity perpetual futures for trading on US exchanges registered with both the CFTC and SEC under Regulation 40.3, allowing American traders to access these crypto-popular derivatives domestically.
Warum es wichtig ist: This extends a derivatives structure popularized by crypto exchanges like BitMEX into traditional equities, creating a new regulated venue for 24/5 leveraged exposure without expiration, while triggering immediate jurisdictional litigation from Wall Street incumbents.
Ausblick & Beobachtungspunkte: Monitor the Capital Markets Alliance lawsuit seeking a stay on the approvals; watch for specific exchange launch announcements from Coinbase, Kalshi, Bitnomial, and OG.com; track the CME Group litigation challenging CFTC authority over crypto perpetual futures classification.

Regulatorischer Rahmen und Börsenzulassung

CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte am Dienstag in einer Stellungnahme, die Kontrakte seien gemäß CFTC Regulation 40.3 als genehmigt anzusehen und könnten an Börsen angeboten werden, die sowohl bei der CFTC als auch bei der SEC für den Handel mit Security Futures Products registriert sind. Selig sagte, die Einführung der Produkte in regulierte US-Märkte ermögliche es amerikanischen Händlern, Perpetual-Futures unter US-amerikanischen Aufsichtsstandards zu handeln, anstatt 'gezwungen zu sein, auf ausländische, oft unregulierte Handelsplätze auszuweichen'.

Die Ankündigung folgt auf eine Welle regulatorischer Anträge im September, als Coinbase, Kalshi und der Kraken-Mutterkonzern Payward über seine Bitnomial-Börse die Genehmigung für Perpetual-Futures auf einzelne US-Aktien beantragten. OG.com schloss sich wenige Tage später an und schlug Kontrakte vor, die werktags rund um die Uhr handelbar sein sollen. Den Anträgen war die CFTC-Genehmigung von Bitcoin-Perpetual-Futures für Kalshi im Mai sowie separate regulatorische Erleichterungen vorausgegangen, die Coinbase den Zugang zu bestimmten Kryptowährungs-Perpetual-Futures einer verbundenen ausländischen Börse ermöglichten.

Produktmechanik und Krypto-Ursprung

Perpetual-Futures ermöglichen es Händlern, Positionen auf den Preis eines Basiswerts einzugehen, ohne diesen zu besitzen oder einem Verfallsdatum ausgesetzt zu sein. Die Kryptobörse BitMEX trug 2016 maßgeblich zur Popularisierung der Instrumente bei, die gemeinhin als 'Perps' bezeichnet werden. Im Gegensatz zu traditionellen Futures nutzen Perpetual-Kontrakte einen Funding-Rate-Mechanismus, um den Kontraktpreis an den Spotpreis zu koppeln, was unbegrenzte Haltezeiträume ermöglicht.

Selig nannte weder die Börsen, die die Kontrakte anbieten werden, noch einen Zeitplan für den Handelsbeginn. Die Genehmigung schafft de facto eine neue hybride Assetklasse: aktiengebundene Derivate, die auf Futures-Börseninfrastruktur unter Wertpapieraufsicht gehandelt werden.

Zuständigkeitskonflikt und rechtliche Herausforderungen

Der CFTC-Ansatz sieht sich sofort rechtlicher Opposition auf zwei Fronten ausgesetzt. Im Juni verklagte die CME Group's Chicago Mercantile Exchange die Behörde wegen ihrer Genehmigung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures und argumentierte, die Kontrakte müssten als Swaps und nicht als Futures reguliert werden; die Behörde habe ihre Befugnisse überschritten. Die Unterscheidung ist bedeutsam, da Swaps anderen regulatorischen Anforderungen unterliegen – potenziell strengeren Melde-, Margin- und Registrierungspflichten –, während Futures unter dem bestehenden Futures-Börsenrahmen gehandelt werden können. Die CFTC beantragte im September die Abweisung der Klage mit der Begründung, der CME fehle die Klagebefugnis, da kein finanzieller Schaden nachgewiesen worden sei und die CME selbst ähnliche Kontrakte listen könne.

Separat reichte die Capital Markets Alliance, ein Bündnis, dem die Cboe, Citadel Securities und Healthy Markets angehören, am Dienstagnachmittag Klage ein, um die CFTC-Genehmigung aufzuheben. Die Gruppe argumentiert, es handele sich um Security-Based Swaps unter der Zuständigkeit der SEC, und die CFTC habe gegen den Administrative Procedure Act verstoßen, indem sie ihre Entscheidung nicht hinreichend begründet und potenzielle Auswirkungen auf Anleger nicht geprüft habe. Die Klage zielt auch darauf ab, das Inkrafttreten der Genehmigungen während des Verfahrens zu verhindern.

Politischer Kontext und Marktstrukturimplikationen

Die Ankündigung erfolgt knapp drei Monate, nachdem Präsident Donald Trump erklärte, die CFTC arbeite daran, Hyperliquid – eine dezentrale Kryptobörse, die vor allem für ihren Perpetual-Futures-Handel bekannt ist – in einer 'vollständig konformen und legalen Weise' in die USA zu holen. Trump äußerte sich am 19. August bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Damals hatten weder die CFTC noch Hyperliquid einen formalen Plan für den Markteintritt in den USA bekannt gegeben.

Der regulatorische Kompetenzstreit spiegelt tiefere strukturelle Spannungen wider: ob sich kryptonative Derivatearchitekturen auf Aktienmärkte übertragen lassen, ohne die durch den Shad-Johnson Accord und den Dodd-Frank Act etablierte regulatorische Grenze zwischen Wertpapieren und Futures neu zu ziehen. Die Klage der Capital Markets Alliance beruft sich spezifisch auf den Administrative Procedure Act und signalisiert damit eine prozessuale Anfechtung des CFTC-Regelungsverfahrens, nicht allein einen materiellen Zuständigkeitsstreit.

Ausblick und Beobachtungspunkte

Marktteilnehmer sollten drei parallele Stränge beobachten: den Eilantrag der Capital Markets Alliance auf Aussetzung bis zur gerichtlichen Prüfung, der Starts unbestimmt verzögern könnte; konkrete Go-Live-Ankündigungen der vier Antragsteller (Coinbase, Kalshi, Bitnomial, OG.com), die Produktspezifikationen, Margin-Rahmen und zugelassene Basiswerte offenbaren werden; und den Fortgang des CME-Group-Verfahrens, das Präzedenz schaffen könnte, ob Perpetual-Futures unter dem Commodity Exchange Act als Futures oder Swaps einzustufen sind. Die SEC hat sich zu den CFTC-Genehmigungen noch nicht öffentlich geäußert, was die Möglichkeit weiterer regulatorischer Eingriffe offenlässt.

Quellen

cointelegraph.com — Originalbericht