Der Federal Reserve Board hat am Freitag den Survey of Consumer Finances 2025 veröffentlicht. Demnach stieg das reale Medianeinkommen der Familien um 7 % auf 82.200 Dollar, während das reale Mittlereinkommen um 6 % auf 145.200 Dollar sank. Der mediane Nettovermögenwert kletterte um 2 % auf 215.900 Dollar, doch der Anteil der Haushalte mit Schuldendienstquoten über 40 % des Einkommens sprang auf 8,6 % – den höchsten Wert seit 2013.
Wichtigste Erkenntnisse
- Reales Medianeinkommen der Familien stieg 7 % auf 82.200 Dollar (2022–2025); reales Mittlereinkommen fiel 6 % auf 145.200 Dollar
- Reales medianes Nettovermögen legte 2 % auf 215.900 Dollar zu; mittleres Nettovermögen stieg 7 % auf 1,24 Mio. Dollar
- Wohneigentumsquote unverändert bei 66 %; medianer Nettoimmobilienwert erreichte 230.000 Dollar
- Anteil der Haushalte mit Schuldendienst >40 % des Einkommens stieg auf 8,6 %, Höchststand seit 2013
- Aktienmarktbeteiligung sank auf 56 %; mediane Aktienbestände sprangen 36 % auf 77.400 Dollar
Executive Intelligence Brief
Einkommensdivergenz und Vermögenszuwächse
Die Erhebung offenbart eine markante Spaltung der Einkommenspfade. Haushalte am unteren Ende der Einkommens- und Vermögensverteilung verzeichneten moderate Zuwächse sowohl beim Median als auch beim Mittelwert, während Haushalte am oberen Ende Rückgänge hinnehmen mussten. Diese Divergenz trieb das reale Medianeinkommen um 7 % nach oben, während das reale Mittlereinkommen um 6 % fiel – ein Hinweis auf Kompression an der Spitze der Verteilung.
Vermögenszuwächse fielen breiter aus. Die meisten Haushalte über die Vermögens- und Einkommensverteilung hinweg erlebten Anstiege bei medianem und mittlerem Vermögen. Das reale mittlere Nettovermögen legte um 7 % auf 1,24 Mio. Dollar zu und übertraf damit den medianen Zuwachs von 2 %, was auf Wertsteigerungen bei vermögenderen Haushalten zurückzuführen ist.
Wohnen, Altersvorsorge und Aktienbesitz
Die Wohneigentumsquote blieb stabil bei 66 %, unverändert gegenüber 2022. Bei Eigentümern stieg der mediane Nettoimmobilienwert – Immobilienwert abzüglich Hypothekenschulden – auf 230.000 Dollar von 218.900 Dollar vor drei Jahren. Die Beteiligungsquote an Altersvorsorgeplänen kletterte leicht auf rund 65 %, wobei sowohl mittlere als auch mediane Kontostände bei Familien mit kontenbasierten Plänen stiegen.
Die Aktienmarktbeteiligung sank leicht von 58 % auf 56 %. Unter den aktienhaltenden Familien jedoch schnellten die medianen Aktienbestände um 36 % von 56.900 Dollar auf 77.400 Dollar nach oben – ein Spiegel der starken Börsenperformance im Betrachtungszeitraum.
Steigende finanzielle Vulnerabilität
Zwar blieb der Gesamtanteil der verschuldeten Haushalte stabil bei 77 % und die medianen ausstehenden Schulden unverändert, doch der Anteil der Haushalte mit Schuldendienst-Einkommensquoten über 40 % kletterte von 6,5 % auf 8,6 %. Dieses Maß für finanziellen Stress erreichte zuletzt in der Erhebung 2013, im Nachgang der globalen Finanzkrise, ein vergleichbares Niveau. Der Anstieg signalisiert wachsenden Tilgungsdruck auf einer Teilmenge der Haushalte trotz aggregat stabiler Verschuldung.
Geldpolitische Implikationen und nächste Schritte
Der SCF liefert den granularsten triennalen Blick auf Haushaltsbilanzen und fließt in geldpolitische Beratungen der Federal Reserve sowie Finanzstabilitätsbewertungen ein. Die Kombination aus Medianeinkommenszuwächsen, Vermögensakkumulation und steigenden Schuldendienstlasten zeichnet ein gemischtes Bild für die Konsumresilienz. Forscher greifen nun auf die vollständigen Mikrodaten zu für tiefere Analysen zu Sparverhalten, Portfolioallokation und Verteilungsdynamik. Die nächste Erhebungsrunde ist für 2028 terminiert. Fed veröffentlicht Survey of Consumer Finances 2025 – Erstes dreijähriges Update der US-Haushaltsvermögen seit 2022.
